Studium

Atem – Stimme – Bewegung

Atem – Stimme – Bewegung 

Den Atem und seine Stimme falsch zu benutzen bedeutet sehr schnell Heiserkeit oder nicht mit seiner „eigenen Stimme“ auf der Bühne zu sprechen. Ziel dieser Ausbildung ist eine klangvolle, lebendige, kraftvolle, freie und ausdauerende Stimme zu erarbeiten, mit der wir uns bestmöglich darstellen und ausdrücken können. Daneben werden Techniken für Lachen, Weinen, Halbflüstern, Flüstern und Schreien gelehrt, wie auch die Koordination von Bewegung, Atem und Stimme. Ein wesentlicher Teil ist auch die Wahrnehmung des Körper als Klang- und Resonanzkörper und die Öffnung des Gehörs.

Die zu erwerbenden Fähigkeiten und Fertigkeiten enthalten:

  • Erfahrungen von Über- und Unterspannung
  • Sprechen mit dem geringsten Kraftaufwand
  • Bewusstsein für das Zentrum (Wohlspannung)
  • Kombinierte Atmung, wobei der Atemimpuls vom Gedanken oder der Intension gesamtkörperlich stattfindet.
  • Beweglichkeit der Sprechwerkzeuge und Bewusstsein über die Sprechwerkzeuge (Zunge, Lippen, Unterkiefer)
  • Phonetik
  • Indifferenzlagen
  • Funktionelles Hören
  • Hörer - und Raumbezug
  • Textarbeit

Basisschauspielunterricht

Basisschauspielunterricht      

Im schauspielerischen Grundstudium erarbeiten die SchauspielstudentInnen in der Gruppe die künstlerischen Voraussetzungen für das Szenenstudium. Körperlich-sinnliche und gedankliche Aufmerksamkeit werden entwickelt für die Gesetze des schauspielerischen Handelns und ihrer Widersprüchlichkeiten. Improvisationsaufgaben und Etüden bereiten das Szenenstudium vor.

Das Grundlagenseminar beinhaltet vorbereitende Übungen für die szenische Arbeit (der erste Schritt, der Weg, der Prozess):

  • Sensibilisierung, Partnerbeziehung
  • Prozess von Spannung und Lösung
  • Raumbeziehungen
  • Wahrnehmungsfähigkeit
  • Assoziationsvermögen
  • Erlebnis- und Konfliktfähigkeit
  • Spontanität, Impulse
  • Entscheidungsfähigkeit, Verhinderungstechniken
  • Szenische Vorstellungskraft
  • Entwicklung ethischer-moralischer Verhaltensweisen im Ausbildungsprozess (künstlerische Disziplin und Verantwortungsbewusstsein)
  • Vorbereitende Etüden und Improvisationen ohne Text/mit Text
  • Kennenlernen der Gesetze des schauspielerischen Handelns (was, wann warum, wo, wie)
  • Schauspielerischer Augenblick, Situation, Figurenhaltung
  • Entdecken von Konflikten, Widersprüchen, Drehpunkten
  • Entwicklung von Gestaltungswille der Studierenden

Das Ziel des Unterrichtes ist es, sich selbst kennenzulernen, sich auszuprobieren, die ersten Schritte in den Schauspielberuf zu machen. Jeder Mensch ist individuell, deshalb gilt es seine Stärken zu fördern.

Bewegungstechnik/ Körpertraining

Bewegungstechnik/ Körpertraining

Das Ziel ist die Entwicklung eines ausdrucksstarken Körpers. Der Körper des Schauspielers muss geschmeidig, flink, rhythmisch und durchlässig sein, so dass er Gedanken und Gefühle, die der Schauspieler empfindet, ausdrücken kann. Das impliziert eine kontinuierliche Arbeit mit Körper und Atmung, mit seinen Sinnen und mit dem Raum, dem sich der Schauspieler bewegt.

Inhaltliches Ziel ist die Erarbeitung eines differenzierten Körperbewusstseins für das schauspielerische Handeln auf der Bühne:

  • Aufwärmen zur Vorbereitung energetischer und anspruchsvoller Bewegung Dehnung, Kraftübungen
  • Raumgefühl (Richtungswechsel)
  • Dynamisches Rhythmusgefühl
  • Orientierung auf eigenes Zentrum
  • Gleichgewicht, Körperkontrolle
  • Bewegungsimprovisation zu verschiedener Musik
  • Bodenakrobatik und Koordination
  • Falltechniken
  • Bühnenkampf (Impulsivität, Aktion, Reaktion, der „schauspielerische Dialog“)
  • Konzentration und Sicherheit
  • Körpersprache
  • Wiederholbarkeit von Bewegung/ Bewegungsmustern mit Bewahrung der Elemente der Natürlichkeit und Spontanität
  • Konkretisieren einer Situation mit Handlung und Ziel im virtuellen Raum

Bühnenkampf/ Pantomime

Bühnenkampf/ Pantomime

This course explores the fundamentals and discipline of breath and movement to ground the actor's creative process. Areas of study include alignment, release, grounding, vibration and the mechanics of breathing through the exploration of vocal and movement exercises.

Studieninhalte:

  • Exploring the relationship between Posture and Breath
  • Freeing the ribs in breathing
  • Introduction to Alexander Techniqe principles
  • Learning to move from the body’s center
  • Using the body as an „instrument“
  • Simple Tai Chi form
  • Stage Combat Techniques
  • Partner Exercises, Falling and Rolling


Unterrichtssprache: Englisch/Deutsch

Chanson- und Liedinterpretation

Chanson- und Liedinterpretation

In diesem Fach kommt die gesamte handwerkliche Palette des Schauspiels zum Einsatz. Schauspiel und Sprache brauchen wir für den Liedtext, Körperarbeit für den Stimmsitz und den Ausdruck, und natürlich jede Menge Musikalität und Rhythmusgefühl für die Melodie. Die Erfahrungen und erworbenen Fähigkeiten aus dem ersten Jahr der Ausbildung werden hier zusammengeführt und mit einem musikalischen Fokus im 2. und 3. Jahr der Ausbildung weiterentwickelt und perfektioniert.

Jeder Mensch ist anders, deshalb wird hier sehr flexibel und individuell mit den Studierenden gearbeitet, um sie bestmöglich auf die Chancen und Herausforderungen des Schauspielalltags vorzubereiten. Schlüsselthemen des Unterrichts sind: Gehör- und Stimmbildung, Atemtechnik, Interpretation, Intonation, Harmonielehre und Repertoire Aufbau.

Chor/ rhythmisch – Musikalische Improvisation

Chor/ rhythmisch – Musikalische Improvisation

In diesem Freifach steht das mehrstimmige Acapella-Singen im Vordergrund. Es werden sowohl bestehende Arrangements als auch mehrstimmige rhythmisch-musikalische Improvisationen erarbeitet. Erweiternd zur allgemeinen (Solo-)Stimmbildung geht es hier um einen ausgewogenen Klang sowie um rhythmische Sicherheit innerhalb eines musikalischen Ensembles.

Dramatischer Unterricht – Einzelcoaching

Dramatischer Unterricht – Einzelcoaching

Ein fundiertes Wissen über sich selbst, auf intellektueller wie emotionaler Ebene, ist eine wichtige Voraussetzung für den Beruf des Schauspielers.
In diesem Fach wird mit den StudentInnen, voraussetzend das sie sprechtechnisch und körperlich intensiv trainieren und ihre Fortschritte in die Arbeit einfließen lassen können, daran gearbeitet, wie lyrische Texte fesselnd und differenziert alle Sinne der Zusehenden ansprechend dargeboten werden können.

Ensemble – Spiel

Ensemble – Spiel

Das wesentliche für das Theater und Filmschauspiel ist das Gefühl für den/die PartnerIn, bzw. für die PartnerInnen. Man ist nie allein auf der Bühne. Zuhören ist der wichtige Teil des Ensemblespiels, zusammen mit dem körperlichen Gefühl für den/die PartnerIn im Raum.

Um Zuhören zu unterrichten, bedienen wir uns der Sanford Meisner Methode, die Basis für jegliches Ensemblespiel ist. Um das körperliche Gefühl zu verbessern, sowohl bei der Rollengestaltung wie auch bei dem/der PartnerIn und Ensemble Spiel, verwenden wir das System von Misha Chekchov. Ganz am Anfang des Unterrichts, um die Termine und die Aufgaben zu klären, erinnern wir uns an den Vater der Schauspielpädagogik, Konstantin Sergeewich Stanislavski.

Improvisation

Improvisation

Unser Basisunterricht basiert auf Improvisationsarbeit. Improvisation ist ein grundlegender Teil der Schauspielausbildung. Sie ist die wichtige Voraussetzung für die Arbeit des Schauspielers, da eine Darbietung erst lebendig wird, wenn man auf die jeweiligen Situationen reagieren kann.

Körperarbeit und Bewegungslehre

Körperarbeit und Bewegungslehre

Sich selbst, die eigenen körperlichen Möglichkeiten erfahren und kennen lernen. 
Erfassen der körpereigenen Gestaltungsmöglichkeiten und Erweiterung.
Das Erlernen der Wiederholbarkeit mit Bewahrung von Natürlichkeit und Spontanität.

Arbeit am und im virtuellen/leeren Raum. (z.B.: Darstellung einer Landschaft/ eines Klimas/ Raumes … ohne Requisiten)
Arbeit an und mit dem/der PartnerIn: Spannungsaufbau zum/zur PartnerIn rein physisch herstellen durch Körperhaltungen/ Körpersprache.
Dem/der BetrachterIn verständliches und interpretierbares darstellen einer „Szene“ ohne Worte“.
Das Verstehen und Anwenden der Körpersprache.

Physische Gestaltung einer Rolle. (u.a.: Körper und Bewegungstypen)
Darstellen einer Situation/„Szene“ mit Handlung und Ziel und „SzenenpartnerIn“ im virtuellen Raum.

Tanz Basis: Menuette, Walzer, Polka, Polonaise, Reigen, Ausdruck uvm.
Körpertraining: Pilates, planking, Ballett basis & stretching, Autogenes Training und Entspannungsübungen

Körperlehre – Alexandertechnik

Körperlehre – Alexandertechnik

Ein Schauspieler ist ein Instrument. Die Geschichte, die erzählt wird, ist die Musik. Die Anforderungen an einen Schauspieler bewegen sich dabei zwischen einem klassischen Tänzer und einem klassischen Sänger. Er benötigt die Flexibilität und Balance eines Tänzers, aber auch die Stimme eines Sängers. Durch Bühnen Kampfkunst, Maskenarbeit und Alexander Technik wird im Unterricht diese Kunst gelehrt. 

Körperunterricht – action and presence

Körperunterricht – action and presence

Sigrid Reisenberger unterrichtete mehrere Jahre gemeinsam mit dem New Yorker Regisseur, Autor und Pulitzer-Preisträger Ayad Akhtar, dessen von Jerzy Grotowskis "Plastiques" beeinflusste Arbeit für ihr eigenes Unterrichten eine große Inspirationsquelle darstellt. Ziel ihres Unterrichts ist es, die Studierenden über die Durchlässigkeit im Körper immer näher an den wahren, persönlichen Moment heranzuführen und so eine Rolle wirklich zu "verkörpern".
Zusätzlich werden Konzentration und Fokus durch den Einsatz von Yogaelementen gestärkt. 
Die Studierenden lernen, selbst in stark vorgegebenen theatralen Strukturen authentisch, präsent und im Kontakt mit sich und dem Gegenüber zu bleiben.

Kostümkunde

Kostümkunde

In diesem Fach lernen die StudentInnen über die verschiedenen Epochen, über Architektur, Malerei, Ethik und Ästhetik. Der Unterricht beinhaltet auch Museumsbesuche.

Lyrikwerkstatt

Lyrikwerkstatt

Das Hans Weigel nicht mehr mit uns ist, ist ein unwiederbringlicher Verlust. Seine Lyrikwerkstatt war eine Einmaligkeit. Diese Arbeit war ein ganz wichtiger Faktor seiner letzten Lebensjahre und in dieser Zeit sind bedeutende Lyrikveranstaltungen entstanden die unwiederholbar sind. In Gedenken an Hans Weigel führt Elfriede Ott diese Lyrikwerkstatt in seinem Sinne weiter.

Musik – Gesang – Notenkunde

Musik – Gesang – Notenkunde

  • Rhythmik: Gehen in diversen Takten, Klatschen, Flamenco-Übungen, szenische Grundsituationen Rhythmisch hören, spielen und verfeinern, Metronom Übungen, Rap Texte zum rhythmischen Sprechen
  • Musiktheorie: Notenwert, Tonhöhe Intervalle, Notenblatt lesen
  • Gehörbildung: Intervalle hören, Melodien nachsingen, Chorisch Singen
  • Stimmbildung: Warm up Methoden,
  • Liedarbeit: Chanson erarbeiten, inszenieren, interpretieren
  • Individuelle Stimmbildung
  • Musikalische und schauspielerische Erarbeitung von Sololiedern
  • Integration des schauspielerischen Singens in Projekte und Inszenierungen
  • Erarbeiten musikalischer-schauspielerischer Programme

Der Schauspielberuf stellt ganz besondere Anforderungen an die Stimme. In diesem Unterricht lernt man den gesunden Umgang mit unserem wohl wichtigsten Ausdrucksmittel. 

Produktionen

Produktionen

Je nach Ausbildungsverlauf und Ausbildungsstand, sind 1-2 Produktionen geplant.

Schauspiel

Schauspiel

In diesem Unterricht werden die Fähigkeit geistig, körperlich und emotional eine ganz bestimmte, von der Rolle im Stück geforderte Realität organisch und überzeugend zu erschaffen und ihr so lebendig und dynamisch wie möglich in der widersprüchlichen Einheit von Erlebnis und Darstellung Ausdruck zu verleihen, weiterentwicklelt. Es werden Vorsprechrollen gemeinsam erarbeitet. In dieser Phase der Ausbildung folgen öffentliche Auftritte, szenische Lesungen, Inszenierungen und Projekte der Schule zu Vermittlung von Wechselbeziehung von Bühne und Zuschauerraum.

Stimmbildung, Sprechtechnik und Sprechgestaltung

Stimmbildung, Sprechtechnik und Sprechgestaltung

Die „reine“ Sprechtechnik befasst sich mit der nach Theodor Siebs geregelten deutschen Hochsprache. Dialekte und andere spezifische Artikulationsschwierigkeiten werden bearbeitet.
Ziel dieser Ausbildung ist es nicht nur eine sauber artikulierte, gut verständliche und dialektfreie Sprache zu vermitteln, um an Bühnen aller Kategorien in allen drei deutschsprachigen Ländern bestehen zu können, sondern vor allem innerhalb dieser „Kunstsprache“ Schritt für Schritt Räume zu eröffnen, die die individuelle (Sprecher)Persönlichkeit und glaubhafte Emotionen zulassen.
Sich zunehmend in dieser „fremden“ Sprache beheimatet zu fühlen und innerhalb dieser die Natürlichkeit zu bewahren – das ist Ziel des Unterrichtes.

Szenenstudium

Szenenstudium      

Analyse eines vorgegebenen dramatischen Textes (Text/ Autor)

  • Beschreibung des Themas, der Geschichte/ Fabel, des Grundkonfliktes aus den verschiedenen Figurenperspektiven
  • Analyse des soziokulturellen und sozialhistorischen Hintergrundes
  • Erprobung des schauspielerischen Handelns an unterschiedlichen dramatischen Texten (Naturalismus, kritischer Realismus – Moderne/ Postmoderne – Vorklassik/ Klassik, Sturm und Drang, Renaissance, Antike)
  • Der Widerspruch als Triebkraft für den schauspielerischen Vorgang
  • Der „Augenblick“ der Vorgang, die Situation, Handlungsketten
  • Die „Figur“ und ihr widersprüchliches Verhalten
  • Der Raum, das Requisit, das Kostüm
  • Der szenische Rhythmus
  • Produktion – Reflexion – Reproduktion
  • Entwicklung der Kritikfähigkeit (Beobachten, Auseinandersetzung, Auswertungsgespräch)
  • Entwicklung der Sicht auf gesellschaftliche Zusammenhänge (Kunst, Politik, Wirklichkeit)

Tanz

Tanz

Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung der Ausdrucksfähigkeit des Körpers:

  • Klassischer Tanz – Grundlagen
  • Haltung, Spannung, Ballance
  • Eleganz der Bewegung
  • Steigerung der Beweglichkeit
  • Kondition und Koordination

Theatergeschichte – Literaturgeschichte – Bühnenkunde – Theaterrecht

Theatergeschichte – Literaturgeschichte – Bühnenkunde – Theaterrecht

In dieser Fächerkombination wird aus diesem umfassenden Programm für alle drei Jahrgänge ein für angehende SchauspielerInnen zugeschnittenes Grundwissen vermittelt. Darin enthalten sind Grundzüge des theaterspezifischen Arbeits- und Sozialrechts, der allgemeinen Literatur- und speziellen Theatergeschichte und der Gegenwartspraxis sowie des heutigen Theater- und Produktionsbetriebs und der technischen Bühnenpraxis.

Wahlrollen/ Monologe

Wahlrollen/ Monologe

In diesem Unterricht werden Rollen und Monologe teilweise selbstständig bzw. mit einer Dozentin, einem Dozenten erarbeitet, vorbereitet und gemeinsam analysiert. Ziel ist die Überprüfung des Grades der künstlerischen Selbstständigkeit und der Überblick über das gewachsene methodische Verständnis seitens der/des Studierenden.

 

Workshops

On Camera Acting + Casting-Vorbereitung

On Camera Acting + Casting-Vorbereitung


Teil 1 – Acting: 
Leitung Mag. Dunja Tot
Im Kurs wird man sich grundsätzlich mit den Unterschieden zwischen Theater - und Filmschauspiel beschäftigen. Mit Hilfe sehr spezifischer und gezielter Übungen werden die Ausdrucksmittel des Films trainiert und gefestigt. Besonderer Schwerpunkt wird die Großaufnahme sein, weil sie der Grundstein der schauspielerischen Filmarbeit ist. Auch Sanford Meisner – Übungen werden verwendet.

Inhalte:

  • Wahrhaftiger persönlicher Ausdruck: Der Ausgangspunkt ist immer der Schauspieler selbst, dafür muss er sich gut kennenlernen.
  • Fokus: Mit Hilfe besonderer Übungen für die Augen wird man Fokus in der Großaufnahme üben. „The melody is in the eyes.“
  • Kontinuität: Im Theater entwickelt man eine Rolle fast immer chronologisch, im Film ist das nicht der Fall.
  • Energie: Kleiner spielen bedeutet nicht weniger Energie. Um das zu üben, wird man sowohl Meisner wie auch Chekhov Übungen verwenden.
  • Reaktionshots (kürzere und längere): Im Film ist Zuhören und Reagieren sehr oft wichtiger als Agieren. Man muss lernen, wie man eine Emotion in einem kürzeren oder längeren Reaktionsshot hält und entwickelt.


Ziel: 
Die Schauspieler für die selbstständige Arbeit am Set vorzubereiten.


Teil 2 – Casting - Vorbereitung: Leitung Gabriele Buch
Umfassende Vorbereitung auf die Casting – Situation, die persönliche und künstlerische Präsentation vor der Kamera. Durch gründliche Analyse aller aufgezeichneten Monologe und Szenen durch die Gruppe, werden die eigene Qualität, aber auch Fehler oder Unarten selbst gesehen und erkannt. Fremdbild und Eigenbild im Vergleich. Es wird trainiert, frei über wichtige Punkte seiner Laufbahn zu sprechen. Da es auch Castings gibt, die nur aus einem Interview bestehen, wird gelernt das Gespräch zu nützen, um sich auch ohne Spielszene vorteilhaft zu präsentieren.

Inhalte:

  • Cold – Reading: Immer häufiger, besonders in Deutschland, wird dem Schauspieler ein Text erst kurz vor der Aufzeichnung im Studio gegeben. Das Erlernen der Cold-Reading-Technik erlaubt sicheres, freies Spiel, ohne den Text auswendig gelernt zu haben.
  • Spontane Textanalyse: Szenen und Monologe werden an Hand einer Checkliste überprüft. Der Text wird rasch durchschaut und nichts an interessanten Spielmöglichkeiten übersehen.
  • Sprache in Film und Fernsehen: Die Sprache soll sehr natürlich, darf aber nicht unverständlich oder vernuschelt sein. Individuelles Eingehen auf sprachliche oder stimmliche Probleme der Teilnehmer.
  • Arbeitsmaterial: Authentische Szenen und Monologe aus gedrehten deutschen und österreichischen Serien und Filmen.

Die Teilnehmer erhalten schriftliche Unterlagen.

Tipps und Tricks für die Situation des Castings selbst. Kleidung, Frisur, Verhalten etc.

Ziel: Stressfreies Bewältigen der schwierigen Casting-Situation, mehr Sicherheit im Umgang mit der Kamera.

 

Unterrichtszeiten

Der Schulbetrieb findet prinzipiell ganztätig, von Montag bis Freitag statt. 
Unabhängig vom Lehrplan können auch an Wochenenden und während der Feiertage und/oder in den Ferien Nachholstunden, Proben, Workshops und Seminare stattfinden. 
Das Unterrichtsausmaß kann je nach Modul und Jahrgang bis zu 20-35 Wochenstunden betragen.